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Sonntag, 17. Oktober 2010

Im längsten Tunnel der Welt

Eigentlich sollte diese Geschichte viel früher kommen, aber die Zeit war wieder einmal schneller.
Vor fast einem Jahr war ich im Gotthard Basistunnel mit seinen 57 km Länge ist er zur Zeit der längste auf der Welt. Man kann sich nur  als Gruppe anmelden und dies 2 Jahre im voraus. Zunächst gab's  im kleinen Museum eine kurze Einführung, dann mussten wir auf einer Liste eintragen, wer zu benachrichtigen wäre, wenn - 
Hier eine Uebersicht über den Werkplatz Sedrun


Es gibt 2 Tunnelröhren und 180 Querverbindungen, ist man einmal drin, ist es sehr verwirrlich.
Nächste Etappe der Schräglift zu den Umkleideräumen. Ja, man muss sich bis auf die Unterwäsche ausziehen und in einen situationsgerechten Overall steigen. Da unten ist nämlich nicht die Kälte ein Problem, sondern die Hitze, bis 60 Grad ohne die Wärme von Maschinen. Nun also der Schräglift.


Dabei sieht man auch die Unterkünfte der 650 Beschäftigten.
Na ja, pro Mann ein Container, 10 Quadratmeter Platz.

So sahen wir wenig später auf dem Weg zur Tunnelbahn alle aus. An der Helmfarbe erkennt man die Funktion. Besucher haben rote Köpfe, einen Notfallrucksack mit Batch, eine Taschenlampe und Gummistiefel. Bevor es richtig losging, mussten wir durch ein Drehkreuz, bei dem der Batch auf dem Rucksack eingelesen wurde - und entsprechend am Ende ein zweites Mal. Kontrolle muss sein.
Dann kam die Tunnelbahn bis zum Lift:
und schliesslich ein letztes Umsteigen in den Lift, der 800 Meter in die Tiefe sauste.

Und dann endlich unten.
Da bleibt einem die Sprache weg, respektive passen nur noch Wörter wie gigantisch, grandios. Es ist einfach riesig.

Und da, mitten drinn, der Mensch

Die üblichen Baucontainer fallen da gar nicht sonderlich auf.

Wie gesagt, es ist heiss da unten, während oben Winter herrscht.

Kein Mineur würde in die Schicht einfahren ohne ein Gebet zur heiligen Barbara und kein Mineur würde aus der Schicht fahren ohne Dank für ihren Schutz. Ja, wenn die Arbeit gefährlich ist, besinnt man sich auf Gott, die Dinge hinter den Dingen.
Glücklicherweise braucht es die Trage nicht alllzu häufig, wie man sieht. Doch immerhin haben in den vergangenen 10 Jahren doch 8 Arbeiter das Leben verloren.
Man ist sich ihrer permanent bewusst.

Der Tunnel hat viele Gesichter
Informationen und Laufschritt wechselten sich ab. Meistens nicht gerade optimale Bedingungen für eine Fotografin. Glücklicherweise passte jemand auf, dass ich nicht verloren ging, was schnell und leicht hätte passieren können. 
 
Kunst am Bau könnte man die folgenden Bilder nennen.


Und hier endlich Maschinen
 Bis zur Tunnelbohrmaschine kamen wir natürlich nicht, das wäre viel zu gefährlich gewesen. Auch die nur in Superlativen: 460 Meter lang mit einem Bohrkopf von durchschnittlich 9 Meter Durchmesser.  

Und hier nun der Mensch. Ausser am Barbaratag wird pausenlos in 3 Schichten gearbeitet. Die Arbeiter fahren für die 4 freien Tage einen Weg von zum Teil über 1000 km, um kurz zu Hause sein zu können.


Schienen und Räder


Die stillere Seite



Lift für Steine, 
Lift für Menschen

Nach gut 3 Stunden hatte uns das Licht wieder.

Und wer es von euch ganz genau wissen will, geht auf die Seite alptransit.ch



Schwarz-weiss und Farbe zum Zweiten

Das Thema hat mich nicht losgelassen. Es muss doch noch eine einfachere Lösung geben, diesmal mit Nachlesen, Kombinieren und Ausprobieren. Hier ist sie:

  • Auf dem Farbbild mit dem Auswahl- oder Lassowerkzeug auf einer Hintergrundkopie den Teil, der wieder farbig werden sollen, auswählen
  • mit rechter Maustaste in ausgewählten Bereich klicken und "Ebene durch Kopie" ewählen
  • Einstellungsebene für die gewünschte Veränderung wählen
  • Schnittmaske erstellen, damit sich die Veränderung nur auf die oben erstellte Ebene auswirkt
  • Veränderung machen
  • allenfalls mehrfach mit anderen Bildbereichen wiederholen
  • zuletzt unmittelbar über der Hintergrundsebenen Kopie Einstellungsebene schwarz-weiss erstellen
  • fertig
Stolperstein: neue Ebene kann nur erstellt werden, wenn die Hintergrundkopie blau hinterlegt ist. Eigentlich klar, aber ich stolperte.


Hier die Bilder:



Vergesst also getrost meinen vorherigen Post, weil zu kompliziert. Ich lerne halt immer noch bei doing. E schöne Sunntig!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ich bin zurück!

Nein, dass es gerade eine so lange Funkstille gäbe, hätte ich anfangs Juni nicht gedacht, aber nun ist es so. Und heute auch nur kurz, wenigstens die Schulaufgaben, dann noch berufliche Diktate.
Für alle, die nicht mit mir in der Schule sind und sich vielleicht gefragt haben, was mit mir los ist: ich bin putzmunter und hatte einen sehr schönen und intensiven Sommer. Aber davon später, noch gibt es zuerst berufliche Pflichten.

Hier also die Schulaufgabe: 
Wir sollten ein Farbbild in schwarz-weiss umwandeln, dann verschiedene Bereiche wieder in Farbe zurück wandeln, aber jeden Bereich in einer anderen Helligkeitsstufe oder sonst anders.

Sonntag Nachmittag hier oben strahlendes Wetter - ja, seit 3 Wochen ist das so - und ich schliesslich hinter dem Computer. Der Dialog zwischen Photoshop und meinem Dickschädel war harzig und zog sich in die Länge. Selber herausfinden, war die Devise und das dauerte. Und als ich es endlich raushatte, gab es gleich eine weitere Lösungsmöglichkeit. Hier sind sie:

1.  Variante, die gewählte:
eine Formschnittmaske erstellen.
Bei den Formschnittmasken ist die Maske unabhängig vom Inhalt oder umgekehrt. Hellt man sie auf, wird also nicht gleich das ganze Bild heller wie bei einer reinen Schnittmaske.  Zweite Knacknuss war die Reihenfolge: die schwarz-weiss -Umwandlung kommt erst am Schluss, nicht am Anfang. Ja, und als ich dann endlich so weit war, meldete sich für dieselbe Aufgabe eine höchst einfache Variante.

2. Variante:
die zu verändernden Farbbereiche einzeln freistellen und je in eine neue Datei kopieren. Jede Datei ganz bequem nach Wunsch bearbeiten und dann zurück in die Originaldatei kopieren. So einfach wäre es eigentlich. Liebes Hirn, warum hast du das nicht ein bisschen schneller geliefert? -

Hier die Bilder:

Original

Umwandlung in schwarz weiss ohne Bearbeitung.

bearbeitet erste Variante

 zweite Variante auch mit Formschnittmaske bearbeitet

Mittwoch, 2. Juni 2010

Ausstellung, Panorama und HDR; Schultag 21.5.10

Ich weiss, ich bin tüchtig hinten drein. In der Zwischenzeit haben wir als Klasse schon wieder eine Menge erlebt. Aber da war das strahlende Pfingstwochenende. Bei (endlich) strahlendem Wetter kann ich einfach nicht drinnen am Computer sitzen. Ich habe draussen wieder richtig aufgetankt. Und während der Woche sind die Tage mehrheitlich so ausgefüllt, dass die Nächte schon an sich nur zu oft kurz werden.

Nun hier also unser Schultag vor der Exkursion. Die kommt später dran.

Vor 4 Wochen bekamen wir die Aufgabe, ein Bild zum Thema Durchlicht auszuwählen und in irgend einer Form für eine kleine Ausstellung im Schulkorridor bereit zu machen. Es gab einige Adressen und dann los.
Ich wollte einen Schattenfugenrahmen wie ein Bild, das schon im Korridor hängt, hat. Dank Google kam ich zu WhiteWall und schliesslich zum fertigen Bild. Jeder wählte seinen eigenen Weg. 
Ja, Ideen muss man haben! Jeannine ging ins Brockenhaus, d.h. zum Trödler, fand ein altes Fenster, laugte es ab und verwendete es als Bilderrahmen! Sie war damit mit Abstand die Originellste.

Alle Bilder wurden ausgiebig besprochen, dann ging's ans Werk und der halbe Tag war im Flug um.

Hier unsere Ausstellung:

Zutaten
Nifle
Frisch ans Werk!
Urs kommt zu Hilfe
Besser so oder so?
Isch es so rächt?
Mir hätte das Bild, so aufgehängt, auch sehr gefallen, aber für Hanspi ist der Tropfen zentral wichtig, und der kann nun einmal nicht schräg hängen.


So hängen sie nun der Reihe nach an der Wand

Hier alle einzel. Da der Korridor sehr schmal ist, sind die Aufnahmen nicht optimal.
Christine

Rita

Hanspi

Marianne

Anne

Laura

Urs

Jeannine

Hier noch unser Korridor

Der Tag war damit aber noch nicht zu Ende. Das Wetter machte mit und so gingen wir nach draussen und machten Panoramaaufnahmen der unmittelbaren Umgebung. Ja, die Schule liegt direkt an der Bahnlinie, wie man unschwer erkennt. 
Hier 2 Beispiele:

Die Dinger werden mit all den Reduktionen so klein, dass man kaum mehr sieht, was gemeint ist.

Ich mache immer wieder Panoramas aus der freien Hand, deshalb hier einige Tipps:

Zuerst das Objektiv:
Wir sollten prüfen, wie genau oder wie verzerrend unser Objektiv ist.
Dazu heftet man ein weisses Blatt vor einen dunklen Hintergrund und fotografiert es mit kleinster, mittlerer und grösser Brennweite, gemeint ist dies natürlich bei einem Zoom. So sieht man sehr elegant und klar, wie und wann das Objektiv verzerrt.

Für mich kommt noch etwas zweites hinzu: vignetiert es oder nicht? Oder anders gesagt, gibt es dunkle Ecken oder nicht? Wenn ja, heisst es vor dem Zusammensetzen der Bilder die Vignetierung korrigieren.
Weitwinkel sind meiner Erfahrung nach schlecht geeignet wegen der Randverzerrung. Der Vorteil, dass sie weniger Bilder brauchen, wiegt den Nachteil nicht auf.

Dann die eigentliche Aufnahme:
  • Ich stelle mich etwas breitbeinig auf geradem Boden hin mit Blickrichtung genau in die Mitte des Panos.
  • Ich drehe in gerader Haltung aus der Taille, als hätte ich dort ein Drehgelenk, in beide Richtungen, ohne die gerade Haltung zu verändern, also nicht überdrehen, sonst wird es schief.
  • Ich blicke durch den Sucher und lege den Bildausschnitt fest, indem ich die ganze geplante Drehbewegung ausführe ohne auszulösen. Wenn möglich, verschiebe ich die Autofokusmarkierung so, dass sie auf der Horizontlinie liegt.
  • Kamerahaltung möglichst hochkant, so hat man mehr Schnittreserve bei der Bearbeitung.
  • Ich benutze die Nase als Schiene.
  • Dann drehe mich in die Endposition nach links, konzentriere mich nur noch auf die Markierung und drehe, drücke, drehe, drücke, bis ich rechts in der Endposition ankomme.
  • Gewöhnlich mache ich auch noch eine Variante  mit Breitformat.
Dieses Vorgehen funktioniert allerdings nur mit Photoshop CS 4 für die Bildmontage. Bei früheren Versionen kommen noch einige Schritte dazu:

  • Bildausschitt festlegen wie oben
  • hellste und dunkelste Stelle ausmessen
  • Programm M und etwa die Mitte der erhaltenen Messwerte für Blende und Zeit eingeben
  • möglichst kurze Zeit nehmen, um das Verwacklungsrisiko zu verkleinern
  • Weissabgleich auf 5300 Kelvin stellen oder Tageslicht, nicht auf A
Stolpersteine:
  • Schienung an der Nase nicht korrekt, d.h. die Kamera ist nicht rechtwinklig
  • Körper zu weit gedreht und damit nicht mehr exakt horizontal
  • Stand zu wenig stabil
  • sich vom Motiv ablenken lassen
  • nicht manuell eingestellt (bei früheren Photoshopversionen)
  • Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle zu gross
  • Sonnenstand zu wenig beachtet
  • zu kleiner Abstand zu Motiv im Vordergrund
Günstig ist, die Drehbewegung in der Taille etwas zu üben, um sie ins Gefühl zu bekommen.
Manchmal schliesse ich sogar die Augen beim Drehen während der Aufnahme und konzentriere mich nur auf die gefühlte Drehbewegung.

Nach der Aufnahme geht es direkt zu Photoshop mit Photomerge unter Datei -  Automatisieren

Das Wetter war immer noch gut und ein bisschen Zeit ebenfalls noch übrig. So gingen wir noch einmal hinaus und machten unsere erste HDR Aufnahme. Oder anders gesagt, übten zunächst Braketing oder Belichtungsreihen. Das dauert natürlich immer ein Weilchen, bis jeder Apparat das tut, was wir möchten. So unterschiedlich wie wir menschlich sind, so unterschiedlich sind auch unsere Fotoapparate. Ich glaube, dass wir es fertigbringen, dass jeder ein anderes Modell hat. Na ja, die Industrie freut's. Trotzdem, auch hier gibt es das Canon und das Nikon-Lager.-

Hier noch die HDR

Die drei Bilder wurden mit 2 Blendwerten zu dunkel, normal und 2 Blendwerten zu hell aufgenommen

Hier die Variante HDR aus den 3 obigen Bildern mit Photomatix Testversion

Und zum Schluss fürs Gmüet noch unser Dörfli

Noch etwas liegt mir am Herzen: ich produziere zur Zeit zwar Blogeinträge, aber keine Kommentare. Bitte nehmt mir das nicht übel. So schnell wie möglich bin ich auch bei den Kommentaren wieder dabei. Ich freue mich ja jeweilen auch auf die eurigen. -