Heute gab es kein Foto. Urs hatte etwas Geheimnisvolles nach der Kaffeepause draussen angekündigt und ich vergessen, den Fotoapparat zur Pause mitzunehmen. Irgendwer hat ja jeweilen den Schlüssel des Klassenzimmers. "Dr letscht söll de pschliesse", sagt Tim jeweilen, ja - und wer ist der letzte? Jedes Mal jemand anderes. Urs machte es spannend und liess das Geheimnis zunächst eingepackt. Klar wollte ich bei der Enthüllung dabei sein, somit ohne Fotoapparat.
Urs führte uns seine neuste Akquisition eine Sony Nex 5 vor. Er hatte sie noch keine 24 Stunden und war somit noch in der ersten Kennenlernphase. Wir bestaunten die Sensorgrösse und die Kleinheit des Gehäuses, aber halt auch die Grösse des Objektivs. Eine Hosentaschenkamera ist das definitiv nicht mehr.
Vorher ging es um den Unterschied von sRGB und Adobe98RGB. Ersterer ist eigentlich ein Monitorfarbraum und mit dem s von small ein kleinerer als der AdobeRGB. Wie soll man nun den Fotoapparat einstellen? Kommt drauf an ob man in Raw oder JPEG fotografiert. Raw liefert die Daten ja frisch ab Presse, resp. ab Sensor noch ohne Farbraum, folglich ist es bei reinen Raw-Dateien egal, wie der Fotoapparat eingestellt ist. Nicht egal ist es, wenn Raw und JPEG gleichzeitig fotografiert wird oder rein JPEG, da ist Einstellung sRGB sinnvoller.
Dann kamen wir zu dropbox, einem Programm, das für mich im Moment wie gerufen kam. Bisher kam ich ohne WiLan aus nach dem Motto, so wenig Elektrosmog wie möglich. Aber nun gibt es hausintern Umbau und Umzug und die Kabellänge reicht nicht mehr aus. Uebrigens mit ein Grund, dass mein Blog etwas zu kurz kommt. Nun reden meine Computer ganz munter und eifrig durch die Luft miteinander, dank dropbox.
Ein weiteres Thema war Hochzeitsfotografie. Mehrere von uns sind da schon ganz wacker im Geschäft mit mehr und weniger Zittern vor dem grossen Event. So war die Bildauswahl gross und entsprechend auch der Gesprächsstoff. Unser Hochzeitsallergiker trug das Ganze mit Fassung.
Dann kam das heisse Eisen mit unseren Projekten, die bis im Februar fertig sein sollen. Einige sind da schon ganz sicher unterwegs, andere noch etwas am Zaudern und die Dritten noch etwas ratlos. Aber bis im Februar werden alle etwas haben. Zur Zeit kann man innerhalb unserer Klasse, die natürlich auch immer mehr zusammenwächst, die ganze Palette von künstlerischem Schaffen durchleben, von blockiert bis zu den Höhenflügen.
Die Projekte verrate ich hier natürlich noch nicht, bloss, dass wir sie selber gewählt haben, ohne jegliche Vorgaben.
Schliesslich kam der Höhepunkt des Tages. Wir durften in die Diplomarbeiten unserer grossen Geschwister güxlen. Nun wird es ernst, nun sind wir die Aeltesten. Von, 'doch das schaffen wir auch' bis zu 'ich breche die Ausbildung augenblicklich ab', kam alles an Gefühlen zum Vorschein.
Natürlich geht mir seit Freitag immer wieder durch den Kopf, wie ich die gestellten Themata umgesetzt hätte. Ich mag beide Varianten sehr, Vorgaben und eigene Ideen. Oft kann ich am Freitag Abend, wenn ich dann endlich zu Hause bin, nicht einschlafen, weil so viele Ideen kommen. Leider landen sie aus Zeitgründen zur Zeit noch im Ideenordner auf der Festplatte.
Aber das wird voraussichtlich in einem Jahr ändern.
Heute reiner Text, e gueti Wuche, ina buna jamna!




























































